Erstes Automobilrennen 1894


Titelseite vom Petit Journal vom 06.08.1894

Am 22. Juli 1894 kam es zu dem ersten Automobilrennen überhaupt. Der Journalist Griffard hatte in seiner Zeitung "Petit Journal", einen Tag nachdem die Olympischen Spiele neu gegründet wurden, zu einem Rennen aufgerufen:
Man sah sich als "Pionnier du progrès" und setzte sich ein um "das Pferd welches teuer in Anschaffung und Unterhalt ist, das Schnupfen bekommen oder hinfallen und sich verletzen kann" zu ersetzen. Als weitere Schwäche des Pferdes sah man seine begrenzte Kraft an. Es solle durch etwas Neues Besseres ersetzt werden. Auf einer Reise nach Bern sah der Autor Omnibusse die mit Druckluft betrieben wurden. Diese Wagen bewegten sich geräuschlos und ohne Erschütterungen, was ihn beeindruckte. Ein weiterer Vorteil dieses Wagens war daß er seine Aufgabe bis dahin unfallfrei verrichtete. Die Idee, die hinter dem Rennen steckte war alle Antriebskonzepte miteinander vergleichen zu können. Die Bedingungen am Rennen teilnehmen zu dürfen waren nur, daß das Fahrzeug gefahrlos und einfach zu bedienen sein sollte. Auch auf die Fahrtkosten wurde schon Wert gelegt. Demjenigen der die 126km lange Strecke Paris-Rouen am schnellsten zurücklegt wurde ein Gewinn von 5,000 Francs versprochen.

Es gab je nach Quelle zwischen 102 und 120 Bewerber, es wurden jedoch nur 32 zum Start zugelassen, und noch 15 erreichten das Ziel. Es waren vor allem Dampf-, und Elektrowagen vertreten, Benzin-, Gas-, und Pressluftwagen nahmen aber auch teil. Als erster ist ein Dampfwagen über die Ziellinie gefahren, wurde aber disqualifiziert weil er nicht einfach zu fahren und extrem laut war. Sieger waren die Fahrzeuge von Panhard et Levassor und von den Brüdern Peugeot, alle beide wurden durch einem Ottomotor von Daimler angetrieben. Das Antriebskonzept, das sich als am geeignetsten herausstellte war ein Wagen mit Benzinmotor. Die Leistungen dieser Wagen entsprachen den Erwartungen des Petit Journal, schnell, bezahlbar und einfach von einer Stadt zu einer anderen zu fahren Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers betrug 20,742 km/h, ob sich dadurch die Pferde wie erhofft beleidigt fühlten ist zu bezweifeln.

Ab nun konzentrierte man sich auf die Entwicklung von Wagen mit Ottomotor. Und die Öffentlichkeit wurde auf das Automobil aufmerksam. Schließlich gab es die Erfindung ja erst seit etwa 8 Jahren. Vielen wurde bewusst was so ein ratterndes Gerät zu leisten vermochte. Dank der Aufmerksamkeit der Medien erfuhr nun die breite Masse was ein Autobobil ist und kann. So waren die ersten Fahrer Besserverdienende, die das Geld und die Zeit hatten ihrem Hobby nachzugehen.
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Dem Siegerwagen von Panhard und Levassor ähnlicher Wagen.
Panhard-Levassor
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Quellen: Die Bedeutung des Sports für die deutsche Automobil-Industrie, Die Geschichte des Rennsports, Le Petit journal


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